Rund um Rhenus 01/17

Cool bleiben.

Rhenus handelt sensible Fracht für DuPont

Seit 20 Jahren ist die Rhenus-Gruppe erfolgreich für DuPont de Nemours tätig. Das vom Kunden entgegengebrachte Vertrauen ist groß: Neben klassischen Landverkehren übernimmt Rhenus seit 2012 auch hochsensible Ultra-Cold-Transporte in mehrere europäische Länder. Die Vorgabe: eine durchgängige Kühlkette von -55 bis -60 Grad Celsius sicher zu stellen.

In den Containern, die die Rhenus-Tochter Rhenus Intermodal Systems für DuPont transportiert, herrscht unablässig sibirische Eiseskälte: Damit die temperatursensiblen, lebenden Kulturen für die Lebensmittelindustrie die Transporte zwischen der Produktionsstätte im norddeutschen Niebüll und dem Lager in Moskau, dem dänischen Hyllinge und Épernon südwestlich von Paris unbeschadet überstehen, ist die Kontrolle des Dieselaggregats zur Kühlung das A und O. Noch in den Niederlassungen wird die tiefgefrorene Fracht in speziell angefertigten Kühlcontainern verstaut und auf Lkw-Trailer-Chassis gehoben.
„Die Organismen sind sehr hochwertig und teuer. Deshalb suchte DuPont einen verlässlichen Transportdienstleister, der die besonderen Anforderungen genau umsetzt“, berichtet Bastian Vogt, International Key Account Manager bei Rhenus. Die für die Transporte eingesetzten Lkw-Fahrer wurden deshalb extra geschult: „Sie überwachen und kontrollieren das Equipment entlang der Routen aktiv an fest vorgeschriebenen Checkpoints. Darüber hinaus gibt es ein notfallgestütztes GPS-Tracking. Für das Ultra-Cold-Geschäft haben wir eine 100-prozentige Liefertreue“, so Vogt.

Sicheres Kontrollsystem Da Rhenus bei den Einkäufern von DuPont bereits für ihr breites Sortiment an logistischen Dienstleistungen bekannt war, kam der Kunde selbst auf die Gruppe zu und fragte nach einer Lösung für das sensible Produkt. „Was für Rhenus gesprochen hat, war der gute Service, den das Unternehmen durch die langjährige Zusammenarbeit bereits unter Beweis gestellt hatte, die hohe Liefertreue und Zustellquote sowie die proaktive Kommunikation, wenn es doch einmal zum Verzug kommt“, begründet Georges Schmitt, Senior Logistics Buyer bei DuPont. In einer zunächst vereinbarten Testphase für Transporte nach Russland bewährte sich der Logistikdienstleister. Mittlerweile fährt Rhenus über 70 Rundläufe pro Jahr und bewegt viele Tonnen der Mikroorganismen. Die Starterkulturen werden hauptsächlich in der Milchindustrie eingesetzt und werden nachher, etwa im Joghurt oder Käse, verarbeitet.

„Es gibt fest definierte Routen, die Fahrer müssen sich regelmäßig melden und dürfen nur vorgeschriebene Tankstellen anfahren“, erklärt Bastian Vogt. Gibt es einmal ein Problem mit der Fracht, werden Fahrer, Kunde und Disponent über ein GPS-Alarmsystem sofort per SMS informiert. „Auch diesen Fall hatten wir schon einmal. Auf Grund eines defekten Containers gab es eine Temperaturabweichung. Durch das Alarmsystem konnte entsprechend reagiert werden“, berichtet Vogt. Vorteilhaft ist dabei auch die Erfahrung der Rhenus-Gruppe beim Transport von temperaturgeführten Waren für andere Kunden und in anderen Bereichen.

Gewachsenes Vertrauen
Das Vertrauen in Rhenus hat Bastian Vogt, der 1995 in Hilden bei der von Rhenus übernommenen Interspe Hamann Group eine Ausbildung zum Speditionskaufmann absolvierte, selbst mit aufgebaut. 2006 wechselte er ins europäische Tender Management und wurde 2011 Single Point of Contact für DuPont, also Hauptansprechpartner für alle großen operativen Projekte. „Das Zusammenwachsen mit dem Kunden hat mich auch persönlich weitergebracht“, bilanziert Vogt. 2015 kam er zum Key Account Management. „Die Möglichkeiten, die man bei Rhenus hat, sind weitreichend. Ich konnte mich ständig weiterentwickeln.“ Bastian Vogt war es auch, der Rhenus Intermodal Systems als Transporteur der Waren in die Durchführung einband. „Ohne das Know-how der Rhenus Intermodal Systems insbesondere auf der Russland-Route wäre die Umsetzung deutlich schwieriger geworden.“


Bastian Vogt

Bastian Vogt
 

International Key Account Manager

 
 

Enge Verbundenheit
Seit zwei Jahrzehnten ist Rhenus als Transportdienstleister für DuPont tätig.
Das Chemieunternehmen ist einer ihrer größten General-Cargo- Kunden. 2016 transportierte Rhenus mehr als 10.000 Sendungen in knapp 50 verschiedene Länder.
Diese wurden über rund ein Dutzend Niederlassungen der Rhenus-Gruppe abgewickelt

Rhenus Intermodal Systems
Neuer Name, bewährte Qualität: Der bisher unter dem Namen Maxx Intermodal Systems bekannte Spezialist für Containerverkehre in die GUS und Zentralasien tritt seit Jahresbeginn unter dem Markennamen Rhenus Intermodal Systems auf. Rhenus Intermodal Systems ist eine 100-prozentige Tochter der Rhenus-Gruppe.

DuPont
DuPont bietet den globalen Märkten seit 1802 Wissenschaft und Entwicklungen auf Weltklasseniveau in Form von Produkten, Materialien und Dienstleistungen. Das Unternehmen ist überzeugt, dass durch eine enge Zusammenarbeit mit Kunden, Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und Meinungsführern gemeinsam Lösungen für die globalen Herausforderungen gefunden werden können. Dazu zählen die Bereitstellung von gesunden Nahrungsmitteln für alle Menschen auf der Welt, die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sowie der Schutz von Leben und Umwelt. Weitere Informationen zu DuPont und Inclusive Innovation unter www.dupont.com. 

 

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