Trends und Märkte 02/17

Rhenus verbindet globale Märkte

Zwei neue Gateways für das Rhenus Air & Ocean-Netzwerk

ZWEI NEUE GATEWAYS FÜR DAS RHENUS AIR & OCEAN-NETZWERK
Die Luft- und Seefrachteinheiten der Rhenus sind in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen. Kein Wunder also, dass der Logistiker 2017 in Deutschland gleich zwei neue Gateways für Sammelverkehre eröffnet hat.   Das Seefrachtgateway befindet sich am Standort Hilden bei Düsseldorf, das Luftfrachtdrehkreuz in der Cargo-City-Süd am internationalen Flughafen Frankfurt am Main. In beiden Gateways werden Waren für den Im- und Export gebündelt sowie neue Frachtverbindungen entwickelt und ausgebaut.

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Der Luftfrachtstandort der Rhenus in der Cargo-City-Süd hat sich in kurzer Zeit vom einfachen Konsolidierungshub zu einem echten europäischen Gateway entwickelt. Das Einzugsgebiet umfasst nicht nur Deutschland, sondern zahlreiche angrenzende europäische Länder. „Das europäische Straßennetzwerk der Rhenus spielt beim effizienten Transport zum und vom Frankfurter Gateway dabei eine immense Rolle“, berichtet Peter Pasman, COO Airfreight Europe der Rhenus Air & Ocean.

Luftfrachtkonsolidierung in Hessen: Das Luftfracht-Gateway in Frankfurt am Main


Das Luftfracht-Gateway in Frankfurt liegt in der Cargo-City-Süd am internationalen Flughafen. Es ist rund um die Uhr in Betrieb. Umgeschlagen werden alle Ladungstypen, darunter temperaturgeführte Güter und Gefahrgut.

Von Frankfurt aus in die Welt

Im Gateway können Waren sicherheitstechnisch durchleuchtet werden. „Durch Sicherheitskontrollen minimieren wir Sicherheitsrisiken und können den Prozess gleichzeitig beschleunigen.“ Selbst temperaturgeführte und sogar Gefahrgüter können hier umgeschlagen werden. „Wir sind in der Lage, für jegliche Waren welt- weit einen Transport zu und aus unserem europäischen Gateway heraus anzubieten“, verspricht er. 

Besonders gefragt sind derzeit Verbindungen zwischen Frankfurt und Asien, Nord- und Südamerika sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten. „Indem wir Frachtsendungen von und in verschiedene Länder kombinieren, können wir unser Sendungsvolumen vergrößern, was sich positiv auf die Konditionen für unsere Kunden auswirkt“, so Pasman.

Sammelgutlinien nach festem Fahrplan

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Sammelgutlinien nach festem Fahrplan
Auch der Seefrachtstandort im nordrheinwestfälischen Hilden wurde seit diesem Sommer zum Gateway ausgebaut. Hier wird Sendungsvolumen, das über die nahe gelegenen Westhäfen Rotterdam und Antwerpen im- oder exportiert wird, gebündelt. Der Vorteil für die Kunden: Die so genannten LCL-Dienste verkehren regelmäßig nach festen Fahrplänen, sind also verlässlich planbar. 

„Im ersten Schritt konzentrieren wir uns auf Märkte, in denen wir als Rhenus bereits vor Ort sind. Im zweiten Schritt werden wir neue Märkte erschließen wie die USA, Kanada oder Südafrika“, führt Andreas Saltuari aus, COO Ocean Freight LCL Europe bei Rhenus Air & Ocean.

Neben der Be- und Entladung von Containern und dem damit verbundenen Warenumschlag am eigenen Lager bietet Rhenus auch Mehrwertdienste. „Bei der Entwicklung unserer Produkte orientieren wir uns an den Anforderungen unserer Kunden“, erklärt Saltuari. „Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Karton oder eine sechs Meter lange, tonnenschwere Kiste handelt.“

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Seefracht-Hub in Nordrhein-Westfalen: Das LCL-Gateway in Hilden
Nahe der Westhäfen liegt das Seefracht-Gateway Hilden. Hier werden hauptsächlich Handels-, Industrie- und Investitionsgüter umgeschlagen, konsolidiert und in Standardcontainern im- und exportiert.

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