Reportage 01/20

Ein verlässlicher Partner

Das Cuxport-Terminal ist seit über 15 Jahren Drehscheibe
für Premium-Automobilverkehre  

Täglich verlassen RoRo-Schiffe das Cuxhavener Cuxport-Terminal in Richtung Britischer Inseln. Beladen sind sie mit einer Reihe unterschiedlicher Güter. Den höchsten Wiedererkennungswert haben jedoch die Autos mit dem weiß-blau karierten Logo.

Alles begann im Jahr 2004. Der Terminalbetreiber Cuxport überzeugte gemeinsam mit der Reederei DFDS und Eisenbahnunternehmen ATG (heute DB Cargo) den Automobilhersteller BMW zu einem Wechsel seiner Pkw-Verkehre nach Großbritannien. Statt eines Kanalhafens sei es durch die täglichen Verbindungen weitaus schneller, die Neuwagen für den britischen und skandinavischen Markt über den Nordseehafen Cuxhaven umzuschlagen, argumentierten die Logistikpartner. BMW war von dem Vorschlag überzeugt – und auch 15 Jahre später rollen täglich Neufahrzeuge des Premium-Herstellers in Cuxhaven über den Terminal-Asphalt in Richtung Schiffsrampe.

15 JAHRE VERTRAUEN

Am 29. August 2019 feierten Cuxport und DFDS den Umschlag des mittlerweile zweimillionsten BMW-Neuwagen über ihr Terminal. Das Fahrzeug, ein BMW 8er-Serie Gran Coupé, erreichte das Terminal per Bahnverbindung aus dem Herstellerwerk im bayerischen Dingolfing. Im Beisein der geladenen Gäste fuhr ein Cuxport-Mitarbeiter den metallicblauen Neuwagen über die Schiffsrampe auf das DFDS-Schiff Jutlandia Seaways. Von dort trat das Auto die Reise in den Hafen von Immingham an der britischen Nordost-Küste an.

Beim Empfang aller Gäste auf der Brücke der Jutlandia Seaways dankte Oliver Fuhljahn, Leiter Automobillogistik bei Cuxport, dem Kapitän mit einem Jubiläumsgeschenk und betonte: „Wir haben in den letzten Jahren einen deutlichen Anstieg der Umschlagszahlen für Automobile erreicht – insbesondere durch die Verstetigung der Schiffsabfahrten und einer verbesserten Bahnanbindung Cuxhavens, aber auch durch die in die Zukunft gerichteten Investitionen in den Standort, wie den Bau des Liegeplatzes 4.“ Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch ergänzte: „Die Automobillogistik in Cuxhaven ist eine Erfolgsgeschichte, die von langfristiger Dauer ist. Wir freuen uns, dass Cuxport damit auch unsere regionale Wirtschaft stärkt und Arbeitsplätze schafft.“

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NO-DEAL-BREXIT? NO PROBLEM!

Auch der Austritt Großbritanniens aus der EU trübt die Gemüter des Terminalbetreibers nicht. Zwar habe Cuxport seit der Verkündung des Brexits im Juni 2016 einen generellen Rückgang der UK-Importe und -Exporte verzeichnet, so Hans-Peter Zint, Geschäftsführer von Cuxport. „Aber hier in Cuxhaven haben wir uns frühzeitig auf alle Eventualitäten eines No-Deal-Brexit vorbereitet. Zum einen durch umfangreiche Gespräche mit Kunden, Partnern und Zollbehörden, zum anderen durch die Schulung unserer Mitarbeiter.“

Deshalb sieht Hans-Peter Zint hier ebenfalls Potenzial für die Verlagerung von Verkehren aus den Kanalhäfen: „Viele Häfen, insbesondere entlang der Kanalküste, sind physisch nicht für diese Art der Zollkontrolle vorbereitet. Dort gibt es entsprechend Risiken für die Supply Chains. Unser großer Vorteil in Cuxhaven sind unbegleitete Verkehre, bei denen Trailer, Autos und Waren im Hafen ankommen und hier bis zur nächsten Überfahrt zwischengelagert werden. Anliefernde Lkw können nach der Registrierung sofort die Rückreise oder nächste Fahrt antreten. Sollte es bei der Verzollung ein Problem geben, müssen sie nicht warten und die Lieferketten werden nicht massiv unterbrochen.“  

Erleben Sie die Höhepunkte der Feier zum zweimillionsten BMW in Cuxhaven in unserem Event-Video.
Automobilumschlag von A bis Z: Zu sehen im neuen Cuxport-Imagefilm.

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